Schule Punkte-Noten-Rechner

Lehrerfreund

Punkte-Noten-Rechner

Im Laufe der Recherchen zu meinem letzten Beitrag „Albtraum – 0 Punkte“ bin ich auf den individuellen Lehrerfreund-Punkten-Noten-Rechner-Schlüssel gestossen.

Da werden wieder Jugenderinnerungen wach …
Ich muss dabei ganz besonders an meinen Mathematiklehrer W.H. denken:

Ein manchmal strenger, aber sehr warmherziger Mann.
Und neben seiner Berufung als Lehrer ein wahrer Künstler.
Er kann schneidern und näht sich seine Hosen selbst.
Und schreinern kann er auch. Bei meinen Eltern steht ein phantastischer 8-eckiger Eichentisch aus einem alten Tanzboden aus seiner Hand.
Was mich aber schon immer noch viel mehr beeindruckt hat, ist,
dass er zu Hause eine Amboss hat und schmieden kann.
Für meine Eltern hat er einen Torbogen und wunderschöne Fenstergitter geschmiedt. Und mir hat er Schlageisen gemacht, die ich zum Weidenflechten benötige.
Außerdem haben wir bei ihm jedes Jahr den letzten Schultag gefeiert.
Das war sehr schön.
(Ich glaub, ich muss ihn morgen anrufen und mich für diese herrlichen Stunden bedanken!)

Jetzt bin ich aber von dem abgekommen, was ich eigentlich schreiben wollte.

Ich erinnere mich an seine korrigierten Exen (Extemporalen!) und Schulaufgaben.
Auf dem freien, weißen Rand der Prüfungbögen standen, in einer akribisch, fein säuberlichen Handschrift neben jeder Teilaufgabe die möglichen und daneben, durch einen Querstrich getrennt, die erreichten Punktzahlen.
Und oben rechts auf der ersten Seite des ersten Bogens die Gesamtpunktzahl, darunter ein exakter, schräger Querstrich und darunter die errechnete Note.
Naja, vielleicht war es nicht ganz genau so. Aber so in etwa habe ich es in Erinnerung. Vor allem die sorgfältigen Ziffern. Und dass er uns eine Tabelle auf die Tafel geschrieben hat, aus der hervorging, für wie viel Punkte es welche Note gab.

Ich habe mich damals schon gefragt, wie er das wohl ausrechnet.

Und wenn Du jetzt meinst, das ist ganz einfach, dann hast Du Dich aber getäuscht.
Es gibt nämlich eine „linerare“ Punkte-Noten-Umrechnung und eine „mit Knick“.
Nun, für einen Mathe-Lehrer von damals sicher kein Problem.

Die Lehrer von heute können hingegen einfach auf den „Lehrerfreund“   zurückgreifen:

(Am Rande: Findest Du nicht auch, dass „Lehrerfreund“ ein komischer Name ist? Und irgendwie auch traurig. Klingt so bedürftig. Aber vielleicht liegt es auch an mir, weil ich denke, dass Lehrer heutezutage etwas mehr Verbündete brauchen könnten …)

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Dieser Beitrag wurde von silli chicken geschrieben und am 5. Mai 2017 um 17:00 veröffentlicht. Er ist unter Diverses, Geisteswissenschaften allgemein, Sozialwissenschaften abgelegt und mit getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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