Desert Breath

Zwei Spiralen, kegelförmige Sandhaufen und Vertiefungen – das seltsame Gebilde im ägyptischen Wüstensand nahe der Stadt El Gouna existiert zwar bereits seit 17 Jahren, dennoch sorgt es noch immer für Verwunderung und Rätselraten. Besonders aus der Vogelperspektive sieht die Anlage aus, als wäre sie nicht von dieser Welt. Dabei gibt es eine ganz einfache Erklärung: Es handelt sich um ein Kunstwerk. Geschaffen von Menschenhand – sehen Sie selbst in unserer Foto-Show.

„Desert Breath“ (Wüstenatem) nennt sich die Formation. Erschaffen wurde sie zwischen 1995 und 1997 von drei griechischen Künstlerinnen am Rande der Sahara. Die Anlage besteht aus 178 konischen Formen und zwei um 180 Grad verdrehten logarithmischen Spiralen. Während eine Spirale aus Kegeln zunehmender Größe besteht, wird die andere aus konischen Löchern geformt. In der Mitte befindet sich ein 30 Meter im Durchmesser umfassenden Krater, aus dessen Mitte sich ein weiterer Kegel erhebt. Der Krater war mit Wasser gefüllt, welches aber im Laufe der Jahre verdunstet ist.

Der Atem der Wüste nagt an „Desert Breath“. Insgesamt bedeckt „Desert Breath“ eine Fläche von 100.000 Quadratmetern. 8000 Kubikmeter Sand wurden bewegt, um das Kunstwerk zu gestalten. Und obwohl die Oberflächen der Kegel mit eine Zementschicht bedeckt wurden, um eine Erosion zu verhindern, hat der Wind dem Bauwerk ziemlich zugesetzt. Die Erdlöcher füllen sich langsam mit Sand, am westlichen Rand verschwimmen die Konturen.

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Für die drei Künstlerinnen ist das jedoch ein Teil ihres Projekts. Der langsame Zerfall zeige den Lauf der Zeit, sagte die Installationskünstlerin Danae Stratou dem Sender CNN. „Als wir das Projekt bauten, war klar, wie sehr es mit seiner Struktur verbunden war. Mittlerweile sieht es so aus, als ob es gar nicht mehr von Menschenhand erschaffen wurde. Wir mögen das sehr.“

Zu bestaunen ist „Desert Breath“ ganz einfach. Es liegt rund 600 Meter landeinwärts von El Gouna entfernt, nahe der Straße von Kairo nach Hurghada. Vom Ferienort Hurghada aus sind es knapp 30 Kilometer in nördlicher Richtung.

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Dieser Beitrag wurde von mondogaga geschrieben und am 5. Februar 2016 um 17:00 veröffentlicht. Er ist unter Geisteswissenschaften allgemein, Kunst, Naturwissenschaften abgelegt und mit , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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