Bregenz III

Mein Besuch in Bregenz hatte mehrere Hintergründe: Einen Freund, eigentlich meinen besten Freund zu besuchen, der in der Nähe lebt, ins Kunsthaus Bregenz zu gehen, eigentlich nach nebenan ins Postgebäude, um mir im Sammlungsschaufenster die Architektur-Modelle von Peter Zumthor anzuschauen (das ist ja auch schon wieder eine eigene Geschichte).

Mein Freund kam mit, ich entdeckte einige Punkte, die ich photographisch festhielt und die auch hier zu finden sind, wir spazierten durch die Fußgängerzone und er wollte mir noch etwas zeigen.

Eigentlich kenne ich Bregenz recht gut, die Altstadt, die neuere Stadt, das Ganze einige Jahre zurück, einmal durchfuhr ich auch nach einer Fahrt durch die seichten Ecken des Bodensees die alte Stadt in einer vierspännigen Ponykutsche eines Bregenzer Wirtes, samt Halt vor einem Cafe, gegen 7.00 morgens, um ein kleines Frühstück zu nehmen.

Ich schweife ab. Mein Freund wollte mir etwas zeigen: In der Kirchstrasse. Und zwar das schmalste Haus Europas. Oder der Welt? Naja, wie auch immer. Auf jeden Fall sehr kreativ und ob der wahrscheinlich geringeren Kosten auch eine clevere Lösung, sich ein Haus in der nach hinten größer werdenden Lücke zu bauen.

Beim Zurückgehen entdeckte ich es dann. Komischerweise erst dann. Nie vorher gesehen, nicht beim Hingehen gesehen. Eigentlich bin ich ein Mensch, der fast alles sieht, noch mehr, wenn er daran interessiert ist. Irgendwo hängt ein Fitzelchen eines Circusplakates, ich entdecke es (und nerve damit: CIIIIIIIRCUUUUUUUUS). Irgendwo steht ein Gebäude, das einmal ein Kino war: ich sehe es – an der Architektur, an eventuell vorhanden Schaukästen, an dem seperatem Eingang zum Vorführraum, an der Front. Irgendwann habe ich auch selbst ein historisches Wanderkino im Zelt mit Pferden und Geräuschemacher und Kapelle betrieben.

Aber das hatte ich nicht bemerkt. Ein Ladenkino mit deutlicher Aufschrift. Davor am Bürgersteig ein Gedenkstein, der das Sujet für das aktuelle Beitragsbild ist: natürlich ein Punkt.

Es gibt da eine wunderbare Seite:

http://www.allekinos.com/VORARLBERG.htm

Diese schreibt dazu, dass es sich um den Forstersaal handelt. Ich habe leider mit dem Autor dieser Seite nie kommuniziert, aber einfach Hut ab: Neben seiner Arbeit als Winzer, gleichzeitig Familienvater, so eine Seite zu unterhalten: Kompliment.

http://www.allekinos.com/

http://www.weingut-koeth-weber.de/

Vielleicht schicke ich ihm doch den Link zu diesem Artikel.

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Dieser Beitrag wurde von mondogaga geschrieben und am 4. Juli 2014 um 17:00 veröffentlicht. Er ist unter Diverses, Gestaltung & Design, Technische Wissenschaften & Technik abgelegt und mit , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

2 Gedanken zu „Bregenz III

  1. Frank Maetzler sagte am :

    Cool. Diese Texte waren ein Teil einer Kunst/Marketing/Tourismusaktion, die ich 2001 mit den Partnern Magazin 4, Festspiele, KUB entwickelt habe. Es waren, in der Stadt verteilt, 19 Tafeln, die alle Bezug nahmen auf den Kultursommer des Bergenz 2001. Ich nannte das damals ‚Street Piercings‘. Manche davon könnten Umbauarbeiten zum Opfer gefallen sein.

    Cheers,
    Frank

  2. deine punkte sind eine schönes, ja ausgezeichnetes beispiel selektiver wahrnehmung, das besondere am punkt.
    DER SPRINGENDE PUNKT „ist das vogelherz im ei“, von dem der griech. philosoph
    Aristoteles sagte, „es hüpfe und springe wie ein lebewesen“.

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